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Das Druidentum

Über das Druidentum ist sehr viel geschrieben worden, und je nach den Ansichten der jeweiligen Betrachter liegen die Meinungen sehr weit auseinander.

Für die einen sind die Druiden eine Kaste der Wissenden gewesen, die gut ausgebildet neben den Tätigkeiten als Berater, Priester, Richter, Heiler durch einen Verbund untereinander mehr oder weniger die Geschicke des keltischen Volkes gelenkt haben und für die anderen sind sie die Zauberer, Wundertäter, die alten Männer mit den weißen Gewändern und den langen Bärten, denen das Volk in allem ergeben war.

Da außer von Cäsar und ein paar seiner Zeitgenossen (nicht direkt als unbefangen zu betrachten) keine direkten schriftlichen Zeugnisse vorhanden sind und auch die Funde in dieser Richtung sehr begrenzt sind, öffnet sich hier ein weites Feld von Interpretationen und Spekulationen, von angeblichen Beweisen und Vermutungen in dem sich eine ganze Szene tummelt.

Ich denke, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, jeder muss sie für sich selber finden. Ich halte es hier mit Friedrich dem Großen, dem der Spruch „Jeder mag nach seiner Fasson glücklich werden nachgesagt wird.

Insbesondere dann, wenn die alten irischen Sagen, die erst im Mittelalter als Gedichte oder Gesänge niedergeschrieben wurden, als Grundlage für die Manifestationen des Druidentum herhalten müssen, ist nach meiner Ansicht eine gewisse Vorsicht geboten.

Jedem, der seine Art als die allein selig machende Gnade unter das Volk bringt, ist mit großer Vorsicht zu begegnen, ebenso dem, der todernst und sektengleich neue Bewegungen oder Glaubensgemeinschaften erfinden will.

Letztendlich existieren zu wenig fundierte Erkenntnisse, um genaue Aussagen über die Druiden machen zu können, Peter Berresford Ellis hat dies in seinem Buch „Die Druiden – Von der Weisheit der Kelten nach meiner Ansicht sehr gut hinterfragt und auf den Punkt gebracht.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Fakten ist das heute praktizierte Druidentum – egal durch wen auch immer – eher als Neo-Druidentum zu bezeichnen.

Das von mir praktizierte Druidentum – wenn ich es mal so nennen will – basiert nicht auf großartigen selbst erfundenen Ritualen oder Glaubensbekenntnissen. Grundlage ist eher mein Verständnis und die Ehrfurcht vor der Natur, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommen darf.

Ein kluger Mann hat mal gesagt „Alle Götter sind ein Gott. Anhand der wenigen fundierten Grundlagen und der irischen Mythologie soll es wohl an die 2.800 keltische Götter geben, wobei ein und derselbe Gott regional verschiedene Namen hat. Ich selbst kenne die wenigsten mit Namen, aber, ist das denn so wichtig?
Die keltischen Hochfeste Samhein und Beltaine werden in Schifflingen zusammen mit meinen Freunden der Ritterschaft St. Martin (übrigens eine christlich orientierte Ritterschaft) gebührend gefeiert, draußen in der Natur.

Das Ausmaß des hier abgehaltenen Rituals ist auch abhängig von der Stimmung und dem Alkoholgehalt des Druiden und der weiteren Teilnehmer.

Ich verweise hier auf den Bericht zu Beltaine 2006, der dem Betrachter ein Bild über die Ernsthaftigkeit vermittelt.

Gäste sind nach vorheriger Anmeldung und Zustimmung durchaus willkommen.